Cinderella

Zurück zur Auswahl

Aachener Nachrichten 19. Juli 2004

Anmutig und leichtfüßig gestalteten die Tänzerinnen und Tänzer das Märchen Cinderella. Viel Applaus gab es auch für die schönen Kostüme. Foto: Heike Lachmann

Riesen Applaus für "Cinderella"

Schülerinnen der Ballettschule Erdweg zeigten meisterhafte Leistungen

VON UNSERER MITARBEITERIN INGRID PEINHARDT-FRANKE

AACHEN. Verzaubernd, bezaubernd und emotional höchst anrührend war die Aufführung des Märchens Cinderella (Aschenputtel), das alle 160 Klassik-Schülerinnen und Schüler der Ballettschule Brigitte Erdweg auf die Bühne des Eurogress brachte. Lang anhaltender Applaus mit "standig ovations" dankte den Tänzerinnen ihre Mühe.

Nur aus Licht bestand das Bühnenbild für "Cinderella". Drei schwarze Vorhänge links und rechts rahmten eine große Lichtbahn in der Mitte, die farblich exakt zur Stimmung der Szene ausgewählt wurde.

Souverän getanzt

Grün und Gelb, Pink und Grau spiegelten die inneren Zustände des armen Mädchens Aschenputtel, das nach dem Tod der geliebten Mutter ein tristes Leben als Küchenmagd der neuen Stiefmutter und ihrer beiden Töchter fuhren muss.

Getanzt wurde Cinderella von der erst 15-jährigen Alexandra Schiller, die eine enorme tänzerische Leistung brachte und sicherlich einen erfolgreichen Weg beschreiten wird. Die zweite Hauptrolle, den Prinzen, tanzte die 21-jährige Joana Schwing - sie wird demnächst in Tilburg Bühnentanz studieren.

Großartig wie die Darbietungen selbst der Kleinsten waren auch die Kostüme, die teils von den Müttern, teils professionell erarbeitet wurden. So trug Cinderella - stimmig zur Tristesse und Ausweglosigkeit aus ihrer Situation - ein grünlich-gelblich-verblichenes Kleid mit einem Kopftuch, das später einer brautkleidähnlichen Ballrobe wich. Besonders gefielen die Feen der Jahreszeiten, die jeweils in Begleitung von Kinder-Tänzerinnen erschienen und die italienischen, polnischen und spanischen Prinzessinnen, bei denen der Prinz nach Cinderella nachforschte.

Schwer und traurig, ein kummervolles Schicksal andeutend, begann die Original-Ballettmusik von Sergei Prokofjew bereits hinter den geschlossenen schwarzen Vorhängen. Doch so schwer die Musik anfänglich auch war, so leicht, waren die Schritte und Sprünge der Tänzerinnen - nichts nahm den Kleinen die kindliche Freude an den Spielchen etwa der Mäuse mit dem Besen oder des Herbstlaubs mit dem Sturm.

Besonders die Jüngsten zeigten, dass sie nach wenigen Ballettjahren bereits viel gelernt haben - gestreckte Füße und Knie, schöne Ballettarme und immer auf den Lächeln auf den Gesichtern zeigten die Bühnenlust der Nachwuchs-Ballerinen.

Flamenco und Jazz

Brigitte Erdweg freute sich, dass die Tänzerinnen ihr höchstes Ziel erreicht haben - das Publikum zu begeistern und lange, lange in ihren Bann zu ziehen.

Demnächst, so kündigte sie an, werde es weitere Aufführungen der Ballettschule geben - unter anderem Flamenco, Stepp, Jazz und Kindertanz stehen auf dem Programm.

[Drucken][Drucken]