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Aachener Zeitung 17. Januar 2000

Charmante Wirbelwinde: Die "Chilli B's" der Ballettschule Erdweg wollen für Furore sorgen. Foto: Andreas Schmitter

"Chili B's" sorgen für sehr viel Wirbel

Hinter der Show steckt harte Arbeit

Von Jutta Katsaitis-Schmitz

Aachen. Eine neue Showtanzgruppe erobert die Bühnen des Öcher Fastelowends. Es sind die 16 Tänzerinnen der "Chili B's" der Ballettschule Brigitte Erdweg. Beim Auftaktabend des Ausschusses Aachener Karneval gaben sie im November vorigen Jahres mit rauschendem Cancan und zündender Samba einen Vorgeschmack auf ihr Können und lösten Beifallsstürme aus. "Rasiermesserscharf", entfuhr es einem Bewunderer.

Jetzt stehen sie erneut in den Startlöchern. Am 22. Januar haben sie Premiere bei der Prinzenproklamation im Eurogress. Sie sind auch am 3. Februar beim "Festival der Öcher Lieder" der AZ zugunsten der Aktion "Menschen helfen Menschen" dabei.

Mit einer ganz neuen Einstudierung werden die "Chili B's" dann bei der Festsitzung des AKV zur Verleihung des Ordens Wider den tierischen Ernst mit Cancan, Charleston und Samba den Charme jugendlichen Temperaments ausstrahlen.

Denn sprühende Lebensfreude ist ihr Aushängeschild, nicht umsonst tauften sie sich auf den Namen der mittelamerikanischen Paprika "Chili". Das "B's" aber weist auf ihre Trainerin Brigitte Erdweg hin. "Es sind halt meine Kinder", sagt die nicht ohne Stolz.

Die tänzerische Bandbreite der Gruppe reicht von traditionellen bis hinzu zeitgenössischen Tänzen. "Ob Charleston, Tango oder HipHop, es ist alles machbar", erklärt die Trainerin.

Die Showtanzgruppe wurde im April vorigen Jahres gegründet. Einige der Tänzerinnen erhalten ihre Ausbildung seit mehr als zehn Jahren bei Brigitte Erdweg. Auch Maria Saacke und Mira Moos gehören zur Gruppe. 1997 und 1998 waren sie noch im Kinderkarneval als Tanzpaar des Kinderprinzen aktiv.

Wurde bisher einmal wöchentlich trainiert, heißt es jetzt die Stunden zu verdoppeln. Dabei laufen die ersten Proben bereits in den neuen Kostümen.

Mit prüfendem Blick aber verfolgt Brigitte Erdweg im Ballettsaal Schrittkombinationen und Körperhaltung. "Rauschen, rauschen, rauschen!" feuert sie die Mädchen beim Cancan an, wenn diese ihre Röcke kokett zu Wagenrädern heben und den Blick auf die Rüschenpracht freigeben. Wie eine Eins klappt jedoch bei jeder die berühmte "Kerze", bei der im Standspagath ein Bein seitwärts in Kopfhöhe gehalten wird.

Kennen die Ballerinen Lampenfieber? "Ich überhaupt nicht, wir sind Profis", zeigt sich Kathrin Vaeßen, cool, aber Jaenette Claßen gesteht: "Sehr, sehr viel, überhaupt von wir vor großem Publikum auftreten."

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