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Aachener Nachrichten 10. November 2001

Brigitte Erdweg mit Philipp A. Sadeli, Lothar Röser und Thomas Simon (v. l.) beim Flamenco.

"El duende": Der Flamenco lässt seine Schüler nicht mehr los

Der Körper als Instrument

"Der Flamenco ist mein Lieblingskind", sagt Brigitte Erdweg. Er entspricht meinem Temperament."

Schon als Kind, bei ihrer Lehrerin Maria Timm, war sie begeistert vom Flamenco-Rhythmus, der durch Stampfen entsteht. "Der Körper wird im Flamenco zum Instrument. Man kann Stolz und Trauer ausdrücken, vor allem aber Entschlossenheit. Und der Gesang geht unter die Haut."

Rund hundert meist erwachsene Flamenco-Schüler spüren den Geist von "el duende" im Unterricht. Das ist die teuflische, geballte Kraft, die der Rhythmus bei den Tanzenden freilegt - "el duende" lässt seine Tänzer nicht mehr los, wenn er sie einmal gepackt hat. "Es ist hauptsächlich der Rhythmus, der immer mehr Leute zum Flamenco bringt. Der Körper braucht Rhythmen, um sich wohl zu fühlen, Der Rhythmus gibt Sicherheit, und er stärkt das Selbstbewusstsein", weiß Brigitte Erdweg, die bei ihren Flamenco-Studien in Madrid und Barcelona den Namen "La Farra" (die Frau, die sich in Ekstase tanzt) erhalten hat.

Stetig erhöht sich auch die Zahl ihrer männlichen Flamenco-Schüler: "Der Flamenco lehrt die Männer Stolz und Ungebrochenheit." Unterrichtet werden die Rhythmus-Süchtigen auch von Flamenco-Lehrerin Alexandra von der Heyden, auf die Brigitte Erdweg besonders stolz ist: „Sie verfügt über diese geballte Kraft, die der Flamenco braucht." Mit ihrer eigenen Flamenco-Compagnia "La Farra" bringt Brigitte Erdweg in Begleitung des Mannheimer Gitarristen Bernd Böttger die Magie dieses Tanzes auf die Bühne: Es gibt nichts besseres für die Seele als tanzen. Mit Tanz kann man sich selbst und anderen sehr viel Freude bereiten und gute Gefühle erzeugen. Schüler, die zu mir kommen, müssen nicht besonders begabt sein, aber Freude am Tanz empfinden,"

(ipf)

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